Die etruskischen Dörfer Pitigliano, Sorano und Sovana liegen im Süden der Toskana, nahe der Grenze zu Lazio, in einer ländlichen Landschaft aus vulkanischem Tuffstein, tief eingeschnittenen Tälern und jahrhundertealten Wegen.
Bereits vor mehr als 2.500 Jahren waren diese Orte bedeutende etruskische Siedlungen. Später entwickelten sie sich unter römischem Einfluss weiter und erlebten im Mittelalter ihre Blütezeit, als Festungen, Kathedralen und Adelssitze entstanden.
Heute werden die drei Dörfer häufig miteinander kombiniert. Sie liegen nur eine kurze Autofahrt voneinander entfernt, unterscheiden sich jedoch deutlich in Charakter und Atmosphäre. Ein Besuch vermittelt einen klaren Eindruck von der vielschichtigen Geschichte der südlichen Maremma – von der etruskischen Kultur bis zum mittelalterlichen Toskana. Sie sind Teil der kulturellen Landschaft, die sich über die gesamte Süd-Toskana erstreckt.

Pitigliano ist das größte und meistbesuchte der drei Dörfer. Es liegt auf einem langen Tuffsteinrücken, mit Häusern, die direkt in den Felsen gebaut sind. Dadurch entsteht eine eindrucksvolle Silhouette über den umliegenden Tälern.
Ursprünglich eine etruskische Siedlung, wurde Pitigliano später ein bedeutendes römisches Zentrum und entwickelte sich unter der Familie Orsini zu einer Renaissance-Stadt. Architektonische Elemente aus diesen Epochen sind im historischen Zentrum noch heute sichtbar. Bekannt ist der Ort zudem für seine jüdische Geschichte; die restaurierte Synagoge und das jüdische Viertel zeugen davon.
Pitigliano bietet die größte Auswahl an Cafés, Restaurants und kleinen Geschäften. Für die Erkundung der engen Gassen, Aussichtspunkte und historischen Gebäude sollte man etwa einen halben Tag einplanen.
Pitigliano eignet sich besonders für Reisende, die:
Ein größeres historisches Zentrum bevorzugen
Beeindruckende Ausblicke und markante Felsarchitektur schätzen
Eine Kombination aus Geschichte und lebendigem Alltagsleben suchen

Sorano liegt nur wenige Kilometer von Pitigliano entfernt und wirkt ruhiger und ursprünglicher. Das Dorf erhebt sich steil über einem tiefen Tal und wird von der Fortezza Orsini dominiert, einer Renaissance-Festung mit weitem Blick über die Landschaft.
Wie Pitigliano hat auch Sorano etruskische Wurzeln, wirkt jedoch weniger touristisch und stärker vom lokalen Leben geprägt. Die steinernen Häuser sind eng mit dem Tuffstein verbunden, die Gassen oft schmal und stufenreich.
Bekannt ist Sorano auch für die sogenannten vie cave, antike Hohlwege, die tief in den weichen Tuffstein eingeschnitten wurden. Diese Wege können heute noch begangen werden und verbinden die Landschaft zwischen Sorano und Sovana.
Viele Besucher kombinieren Sorano mit Wanderungen in der Umgebung oder einem Besuch der nahegelegenen Thermalquellen. Die Atmosphäre ist entspannter und weniger belebt als in Pitigliano.
Sorano ist ideal für Reisende, die:
Ruhe und weniger Besucher bevorzugen
Ein Dorf mit markanter Festungsarchitektur suchen
Historische Wanderwege erkunden möchten

Die Kathedrale von Sovana, den Heiligen Petrus und Paulus gewidmet, stammt überwiegend aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Der romanische Bau aus lokalem Tuffstein steht etwas abseits des Hauptplatzes. Sovana war einst Bischofssitz, und der Dom unterstreicht die historische Bedeutung des Ortes im Mittelalter.
Das Innere ist schlicht gehalten und zeigt frühmittelalterliche architektonische Elemente sowie ein kunstvoll gestaltetes Ziborium.
Unmittelbar außerhalb des Dorfes befinden sich mehrere etruskische Nekropolen mit monumentalen Felsengräbern. Zu den bekanntesten zählen die Tomba Ildebranda und die Tomba dei Demoni Alati.
Diese Gräber aus dem 3. bis 2. Jahrhundert v. Chr. verdeutlichen die technische und architektonische Meisterschaft der Etrusker. Das archäologische Gebiet kann über markierte Wege zu Fuß erkundet werden.
Die umliegende Landschaft ist von zahlreichen antiken Hohlwegen durchzogen, die im Italienischen als vie cave bezeichnet werden.
Diese schmalen Passagen wurden tief in den weichen Tuffstein eingeschnitten und bilden teilweise mehrere Meter hohe, fast senkrechte Wände. Ihre genaue Funktion ist bis heute nicht abschließend geklärt, sie werden jedoch überwiegend der etruskischen Epoche zugeschrieben und später in römischer und mittelalterlicher Zeit weiter genutzt.
Ein Spaziergang durch diese Hohlwege vermittelt einen direkten Eindruck davon, wie die Etrusker ihre Landschaft gestalteten und ihre Siedlungen miteinander verbanden.
Sovana eignet sich besonders für Reisende, die sich interessieren für:
Auch wenn alle drei Orte etruskische Ursprünge haben, bietet jedes Dorf eine eigene Atmosphäre und ein unterschiedliches Erlebnis.
Wählen Sie Pitigliano, wenn Sie Wert legen auf:
Ein größeres historisches Zentrum mit mehr Infrastruktur
Markante Architektur auf steilen Tufffelsen
Eine etwas lebendigere Atmosphäre mit Cafés und Restaurants
Wählen Sie Sorano, wenn Sie bevorzugen:
Weniger Besucher und mehr Ruhe
Ein Dorf mit ausgeprägtem Festungscharakter
Direkten Zugang zu historischen Hohlwegen (vie cave)
Wählen Sie Sovana, wenn Sie schätzen:
Ein kleines, gut zu Fuß erkundbares Dorf
Romanische Architektur und ein überschaubares Zentrum
Unmittelbaren Zugang zu etruskischen Felsengräbern
Viele Reisende besuchen alle drei Dörfer innerhalb von ein bis zwei Tagen, um die Unterschiede bewusst wahrzunehmen und die Region besser zu verstehen.
Diese Übersichtstabelle fasst die wichtigsten Merkmale der drei Dörfer auf einen Blick zusammen.
| Dorf | Allgemeine Atmosphäre | Ideal für | Empfohlene Besuchszeit |
|---|---|---|---|
| Pitigliano | Größeres Hügeldorf auf einem Tuffsteinrücken mit eindrucksvoller Silhouette und der besten Infrastruktur. | Reisende, die ein lebendigeres historisches Zentrum mit Cafés, Restaurants und markanter Felsarchitektur schätzen. | Etwa einen halben Tag oder länger. |
| Sorano | Ruhigeres, ursprünglich wirkendes Dorf unter einer Festung, mit vielen engen Gassen und Tuffsteinarchitektur. | Besucher, die weniger Trubel, eine ausgeprägte Festungsatmosphäre und direkten Zugang zu den historischen Hohlwegen (vie cave) suchen. | Rund einen halben Tag, mehr Zeit, wenn Sie auch in den vie cave wandern. |
| Sovana | Kleines, sehr überschaubares Dorf mit Hauptplatz, romanischem Dom und entspannter Stimmung. | Gäste, die sich für romanische Architektur, etruskische Felsengräber und einen kompakten, ruhigen Ortskern interessieren. | Etwa ein bis zwei Stunden, zusätzlich Zeit für das etruskische Ausgrabungsgebiet. |
Die etruskischen Dörfer lassen sich am besten mit dem Auto erkunden. Parkmöglichkeiten in den historischen Zentren sind begrenzt, und am Abend kehrt meist Ruhe ein, sobald die Tagesbesucher abreisen.
Podere Sant’Angelo liegt auf rund 700 Metern Höhe in den Hügeln der südlichen Maremma und befindet sich in gut erreichbarer Fahrdistanz zu Pitigliano, Sorano und Sovana.
Ein Aufenthalt in ländlicher Umgebung ermöglicht es:
Kulturelle Sehenswürdigkeiten tagsüber zu entdecken
Dorfbummel mit Wanderungen oder E-Bike-Touren zu verbinden
An einem separaten Tag die Thermalquellen von Saturnia zu besuchen
Am Abend in eine ruhige, naturnahe Umgebung zurückzukehren
Für Reisende, die Geschichte, Landschaft und ein entschleunigtes Reisetempo schätzen, entsteht aus dieser Kombination von Kultur und Natur das besondere Erlebnis der südlichen Toskana.
Podere Sant’Angelo bietet drei Apartments mit einem Schlafzimmer, ideal für Paare und Slow-Travel-Gäste, die die südliche Maremma individuell entdecken möchten. Pitigliano, Sorano und Sovana sind bequem als Tagesausflug erreichbar. Im Jahr 2026 wurde Podere Sant’Angelo von Gästen auf Booking.com mit 9,9/10 bewertet. Die drei Apartments:
Apartment im Erdgeschoss des Haupthauses mit überdachter Loggia und direktem Zugang zur umliegenden Landschaft. Ideal für Paare, die Komfort und Außenbereich schätzen.
Ein Schlafzimmer
Privater Sitzbereich im Freien
Blick über sanfte Hügel
Komfortabler Ausgangspunkt für Ausflüge nach Pitigliano, Sorano und Sovana
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Apartment in einer restaurierten Steinscheune mit Westterrasse, umgeben von Lavendel. Erhöhte Lage mit weitem Ausblick und stimmungsvollem Abendlicht.
Ein Schlafzimmer
Private Terrasse
Ruhige ländliche Umgebung
Etwa 40 Minuten zu den etruskischen Dörfern
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